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Französische Verben

Ein französisches Verb hat fünf Formen. Das ist die ganze Beugung — und der Grund, warum französische Verben leichter sind, als ihr Ruf sagt, und trotzdem regelmäßig schiefgehen.

Fünf Formen, mehr gibt es nicht

Ein deutsches Verb hat rund zwei Dutzend Formen. Ein französisches hat fünf, und bei den allermeisten Verben sind zwei davon gleich:

FormBeispielWozu
Grundformwork nach to, nach Modalverben, im Imperativ
3. Person Einzahlworks nur he, she, it — sonst nie
Verlaufsformworking nach be, und als Nomen
Vergangenheitworked steht allein: I worked
Partizipworked steht nie allein: nach have, im Passiv

Bei regelmäßigen Verben sind die letzten beiden identisch, und man merkt den Unterschied nur daran, was davorsteht. Bei den 141 unregelmäßigen sind sie es oft nicht — und genau deshalb muss man sie einzeln können. Mehr Unregelmäßigkeit als das gibt es nicht: Diese Verben bilden ihre Verlaufsform und ihr -s völlig normal.

Die typisch deutsche Falle

Das -s in der dritten Person ist die häufigste Auslassung Deutschsprachiger, und zwar dauerhaft: Sie fällt beim Sprechen nicht auf, weil sie den Satz nicht kaputt macht, und wird deshalb nie korrigiert.

Falsch: He work in Berlin.
Richtig: He works in Berlin.

Die Gegenprobe ist einfach: Steht davor he, she oder it — oder etwas, wofür eines davon stünde —, dann hat das Verb ein -s. Immer, außer nach einem Modalverb.

Die zweite Falle: das Verb ohne Endung nach einem Modalverb

Nach can, must, will, should, may und den anderen steht die nackte Grundform. Kein to, kein -s, keine Vergangenheit: she can swim, nicht she can swims und nicht she can to swim. Im Deutschen ist es genauso — sie kann schwimmen —, und trotzdem passiert es, weil das Französische sonst so viel mit to arbeitet.

Wo es weitergeht

Was ein Verb kann, steht oben. Wann man welche Form nimmt, ist die Frage nach den Zeiten, und die hat eine eigene Seite. Diese hier hört bewusst auf, bevor sie eine schlechte Kopie davon wird.

Die 141 unregelmäßigen Verben Die französischen Zeiten

Die 30 Grammatikthemen rund um das Verb

Jedes mit Erklärung, Formtabelle, Beispielsätzen und eigenen Übungen.

A1aller + GrundformDie Zukunft, die man wirklich spricht.B1Das Futur simpleDie Grundform plus die Endungen von avoir.B1Der ConditionnelDerselbe Stamm wie das Futur, die Endungen des Imparfait.B1Nach quand steht die ZukunftDas Deutsche sagt hier Gegenwart, das Französische nicht.B2Die Zukunft, die schon vorbei istSie nennt, was vor einem anderen Zukunftspunkt fertig ist.A2Das Présent für feste TermineWas auf einem Fahrplan steht, braucht keine Zukunftsform.B1Welche Zukunft passtDrei Formen für die Zukunft, und die Wahl sagt, wie sicher man sich ist.B2Das Futur für eine VermutungEine Zukunftsform, die von der Gegenwart spricht.C1Die Zukunft von damals ausWas von einem Punkt in der Vergangenheit aus noch bevorstand.A1pouvoir und vouloirGebeugt, und danach die Grundform.A2devoir und il fautEin persönliches Müssen und ein unpersönliches.A2savoir und connaîtreZwei Verben für ein deutsches Wort — und für „können".B1Modalverben in der VergangenheitPassé composé heißt es geschah, Imparfait heißt es galt.B1Nicht müssen und nicht dürfenZwei deutsche Sätze, die fast gleich klingen, und zwei französische, die einander widersprechen.B1devoir für eine VermutungDasselbe Verb, das die Pflicht trägt, trägt auch den Verdacht.A2Höflich bitten und fragenDrei Formen, die aus einer Forderung eine Bitte machen.B1Raten und empfehlenDrei Abstufungen zwischen einem Tipp und einer Warnung.C1Vorschriften und SchilderWie ein Schild, ein Formular und eine Hausordnung müssen und dürfen sagen — ohne Modalverb.B1être plus PartizipDas Partizip richtet sich nach dem Subjekt.A2on statt PassivDas häufigste französische Passiv ist gar keines.B2se und se faireEtwas macht sich, oder man lässt es an sich geschehen.B2par oder de — wer handelt, und wer fühltEine Handlung nimmt par, ein Zustand nimmt de.A2Grundform ohne allesWollen, können, müssen — und zwölf weitere.B1Grundform mit àDie Verben des Anfangens, Lernens und Gelingens.B1Grundform mit deDie größte der drei Gruppen — und die des Aufhörens.B2Das GérondifZwei Dinge zugleich — und nur, wenn einer sie tut.B2Machen lassen und zulassenWer es tut, steht nicht dort, wo man es erwartet.B1Verben, die à und de nehmenDieselben Verben mit zwei Präpositionen — und zwei Bedeutungen.B1Adjektiv und Nomen vor der GrundformAuch ein Adjektiv braucht eine Präposition, bevor ein Verb folgt — und welche, hängt am Satzbau.B2Der Infinitif passéEine Grundform, die vorher liegt — und die das Deutsche mit einem ganzen Nebensatz ausdrückt.

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Die Verben aus dem Grundwortschatz, quer durch alle Themenlisten.