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Portugiesische Verben

Ein portugiesisches Verb hat fünf Formen. Das ist die ganze Beugung — und der Grund, warum portugiesische Verben leichter sind, als ihr Ruf sagt, und trotzdem regelmäßig schiefgehen.

Fünf Formen, mehr gibt es nicht

Ein deutsches Verb hat rund zwei Dutzend Formen. Ein portugiesisches hat fünf, und bei den allermeisten Verben sind zwei davon gleich:

FormBeispielWozu
Grundformwork nach to, nach Modalverben, im Imperativ
3. Person Einzahlworks nur he, she, it — sonst nie
Verlaufsformworking nach be, und als Nomen
Vergangenheitworked steht allein: I worked
Partizipworked steht nie allein: nach have, im Passiv

Bei regelmäßigen Verben sind die letzten beiden identisch, und man merkt den Unterschied nur daran, was davorsteht. Bei den 141 unregelmäßigen sind sie es oft nicht — und genau deshalb muss man sie einzeln können. Mehr Unregelmäßigkeit als das gibt es nicht: Diese Verben bilden ihre Verlaufsform und ihr -s völlig normal.

Die typisch deutsche Falle

Das -s in der dritten Person ist die häufigste Auslassung Deutschsprachiger, und zwar dauerhaft: Sie fällt beim Sprechen nicht auf, weil sie den Satz nicht kaputt macht, und wird deshalb nie korrigiert.

Falsch: He work in Berlin.
Richtig: He works in Berlin.

Die Gegenprobe ist einfach: Steht davor he, she oder it — oder etwas, wofür eines davon stünde —, dann hat das Verb ein -s. Immer, außer nach einem Modalverb.

Die zweite Falle: das Verb ohne Endung nach einem Modalverb

Nach can, must, will, should, may und den anderen steht die nackte Grundform. Kein to, kein -s, keine Vergangenheit: she can swim, nicht she can swims und nicht she can to swim. Im Deutschen ist es genauso — sie kann schwimmen —, und trotzdem passiert es, weil das Portugiesische sonst so viel mit to arbeitet.

Wo es weitergeht

Was ein Verb kann, steht oben. Wann man welche Form nimmt, ist die Frage nach den Zeiten, und die hat eine eigene Seite. Diese hier hört bewusst auf, bevor sie eine schlechte Kopie davon wird.

Die 141 unregelmäßigen Verben Die portugiesischen Zeiten

Die 30 Grammatikthemen rund um das Verb

Jedes mit Erklärung, Formtabelle, Beispielsätzen und eigenen Übungen.

A1ir + GrundformZwei Wörter, und man ist fertig.B1Das futuro simplesEndungen an die ganze Grundform — und drei Ausnahmen.B1Das condicionalDieselbe Bauart wie die Zukunft, andere Endungen.B2Die Zukunft, die keine istSie sagt nicht, wann, sondern wie sicher.C1Das Pronomen in der MitteEs gibt sie in keiner anderen Sprache dieser Seite.A2Das Presente für die ZukunftIm Gespräch ist das Presente die häufigste Zukunftsform — und das Futuro fast eine Rarität.B1Welche Zukunft passtDrei Formen, und die Wahl sagt, wie nah und wie sicher etwas ist.B1Zukunft nach quando und seDie Form, die keine Nachbarsprache hat: eine Zukunft im Konjunktiv.B2Das Futuro compostoEine Zukunft, die schon abgeschlossen ist, bevor die andere beginnt — und die häufigere Vermutung über gestern.A1poder und quererDie beiden häufigsten, beide unregelmäßig.A2Die drei Arten, „müssen" zu sagenNotwendigkeit, Pflicht und Bedürfnis — drei Fügungen.A2saber und conhecerEtwas gelernt haben, oder jemanden begegnet sein.B2Modalverben in der VergangenheitPerfeito und Imperfeito sagen hier Verschiedenes.B1Nicht müssen und nicht dürfenZwei deutsche Sätze, die fast gleich klingen, und zwei portugiesische, die einander widersprechen.B1dever für eine VermutungDasselbe Verb, das die Pflicht trägt, trägt auch den Verdacht.A2Höflich bitten und fragenDas Portugiesische bittet im Imperfekt — und das ist keine Vergangenheit.B1Raten und empfehlenDrei Abstufungen zwischen einem Tipp und einer Warnung.C1Vorschriften und SchilderWie ein Schild, ein Formular und eine Hausordnung müssen und dürfen sagen — ohne Modalverb.B1Das Passiv mit serDas Partizip gleicht sich an wie ein Adjektiv.B1Das Passiv mit seDas Verb richtet sich nach der Sache, nicht nach niemandem.B1Zustand statt Vorgangestar plus Partizip ist kein Passiv.B2Der dritte Weg: sie ohne werDizem que — man sagt, dass.A2Grundform ohne allesWollen, können, müssen — und ein Dutzend weitere.B1Wenn das Verb das Adverb trägtEin ganzes deutsches Wörtchen steckt im Verb.B1Grundform mit aDie Verben des Anfangens und Hinzulernens.B1Grundform mit deDie Verben des Aufhörens — und gostar de.B2Machen lassen und zulassenDrei Verben für das, was das Deutsche „lassen" nennt.B1Verben, die a, de und em nehmenDieselben Verben mit zwei Präpositionen — und zwei Bedeutungen.B1Adjektiv und Nomen vor der GrundformAuch ein Adjektiv braucht eine Präposition, bevor ein Verb folgt — und welche, hängt am Adjektiv.B1estar a und das GerúndioPortugal sagt estar a fazer, Brasilien estar fazendo — und beide meinen dasselbe.

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