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Italienische Verben

Ein italienisches Verb hat fünf Formen. Das ist die ganze Beugung — und der Grund, warum italienische Verben leichter sind, als ihr Ruf sagt, und trotzdem regelmäßig schiefgehen.

Fünf Formen, mehr gibt es nicht

Ein deutsches Verb hat rund zwei Dutzend Formen. Ein italienisches hat fünf, und bei den allermeisten Verben sind zwei davon gleich:

FormBeispielWozu
Grundformwork nach to, nach Modalverben, im Imperativ
3. Person Einzahlworks nur he, she, it — sonst nie
Verlaufsformworking nach be, und als Nomen
Vergangenheitworked steht allein: I worked
Partizipworked steht nie allein: nach have, im Passiv

Bei regelmäßigen Verben sind die letzten beiden identisch, und man merkt den Unterschied nur daran, was davorsteht. Bei den 141 unregelmäßigen sind sie es oft nicht — und genau deshalb muss man sie einzeln können. Mehr Unregelmäßigkeit als das gibt es nicht: Diese Verben bilden ihre Verlaufsform und ihr -s völlig normal.

Die typisch deutsche Falle

Das -s in der dritten Person ist die häufigste Auslassung Deutschsprachiger, und zwar dauerhaft: Sie fällt beim Sprechen nicht auf, weil sie den Satz nicht kaputt macht, und wird deshalb nie korrigiert.

Falsch: He work in Berlin.
Richtig: He works in Berlin.

Die Gegenprobe ist einfach: Steht davor he, she oder it — oder etwas, wofür eines davon stünde —, dann hat das Verb ein -s. Immer, außer nach einem Modalverb.

Die zweite Falle: das Verb ohne Endung nach einem Modalverb

Nach can, must, will, should, may und den anderen steht die nackte Grundform. Kein to, kein -s, keine Vergangenheit: she can swim, nicht she can swims und nicht she can to swim. Im Deutschen ist es genauso — sie kann schwimmen —, und trotzdem passiert es, weil das Italienische sonst so viel mit to arbeitet.

Wo es weitergeht

Was ein Verb kann, steht oben. Wann man welche Form nimmt, ist die Frage nach den Zeiten, und die hat eine eigene Seite. Diese hier hört bewusst auf, bevor sie eine schlechte Kopie davon wird.

Die 141 unregelmäßigen Verben Die italienischen Zeiten

Die 30 Grammatikthemen rund um das Verb

Jedes mit Erklärung, Formtabelle, Beispielsätzen und eigenen Übungen.

A2Das Futuro sempliceEine Endungsreihe, und das r ist ihr Erkennungszeichen.B1Das CondizionaleDieselben Stämme, andere Endungen — und viel Höflichkeit.A2stare per und andere AnsagenFür das, was in den nächsten Minuten geschieht.B2Die Zukunft, die keine istSie sagt nicht, wann, sondern wie sicher.A2Das Presente für die ZukunftIm Gespräch ist das Presente die häufigste Zukunftsform — und das ist keine Nachlässigkeit.B1Welche Zukunft passtDrei Formen, und die Wahl sagt, wie nah und wie sicher etwas ist.B1Zukunft nach quando und seWo das Deutsche ein Präsens setzt, verlangt das Italienische das Futuro — in beiden Satzhälften.B2Das Futuro anterioreEine Zukunft, die schon abgeschlossen ist, bevor die andere beginnt.C1Die Zukunft von damals ausWas von einem Punkt in der Vergangenheit aus noch bevorstand — und die Form, die das Italienische anders macht als seine Nachbarn.A1potere, volere, dovereGebeugt, und danach die reine Grundform.A2sapere und conoscereZwei Verben für ein deutsches Wort — und für „können".B1bisogna und ci vuoleZwei Wendungen ohne Person — und eine davon zählt mit.B1Modalverben in der VergangenheitDas Hilfsverb kommt vom zweiten Verb.B1Nicht müssen und nicht dürfenZwei deutsche Sätze, die fast gleich klingen, und zwei italienische, die einander widersprechen.B1dovere für eine VermutungDasselbe Verb, das die Pflicht trägt, trägt auch den Verdacht.A2Höflich bitten und fragenDrei Formen, die aus einer Forderung eine Bitte machen.B1Raten und empfehlenDrei Abstufungen zwischen einem Tipp und einer Warnung.C1Vorschriften und SchilderWie ein Schild, ein Formular und eine Hausordnung müssen und dürfen sagen — ohne Modalverb.B1Das Passiv mit essereDas Partizip gleicht sich an wie ein Adjektiv.B2Das Passiv mit venireEs trennt, was essere zusammenwirft.B1Das Passiv mit siDas Verb richtet sich nach der Sache.B2Das Passiv, das müssen heißtandare plus Partizip trägt eine Vorschrift in sich.A2Grundform ohne allesWollen, können, müssen — und ein Dutzend weitere.B1Grundform mit aDie Verben des Anfangens, Lernens und Gelingens.B1Grundform mit diDie größte Gruppe — und die des Aufhörens.B2Das Gerundio außerhalb der VerlaufsformOhne stare, und mit einer Regel über den Träger.B2Machen lassen und zulassenWer es tut, steht nicht dort, wo man ihn erwartet.B1Verben, die a und di nehmenDieselben Verben mit zwei Präpositionen — und zwei Bedeutungen.B1Adjektiv und Nomen vor der GrundformAuch ein Adjektiv braucht eine Präposition, bevor ein Verb folgt — und das Italienische hat dafür drei.B2Der Infinito passatoEine Grundform, die vorher liegt — und die das Deutsche mit einem ganzen Nebensatz ausdrückt.

1060 Verben abfragen

Die Verben aus dem Grundwortschatz, quer durch alle Themenlisten.