Zum Inhalt springen
EveryLingua

Italienisch für Anfänger

Wer bei null anfängt, braucht keine Übersicht, sondern eine Reihenfolge. Diese Seite gibt eine — sechs Schritte, jeder mit dem Grammatikthema, den passenden Wörtern und einer Begründung, warum er da steht, wo er steht.

Warum eine Reihenfolge und nicht eine Liste

Diese Seite hat 121 Grammatikthemen. Für jemanden, der anfängt, ist das kein Angebot, sondern eine Wand: Alles sieht gleich wichtig aus, und der naheliegende Einstieg — vorn anfangen — führt in die Zeitenlehre, bevor ein einziger Satz steht.

Die Reihenfolge unten ist deshalb keine Sortierung des Stoffes, sondern eine Empfehlung, und sie folgt einer Regel: Jeder Schritt muss einen Satz mehr möglich machen, den man vorher nicht sagen konnte. Alles, was das nicht tut — so richtig es sein mag —, kommt später.

Drei Dinge vorweg

  • Zwanzig Minuten an sechs Tagen schlagen zwei Stunden an einem. Das ist keine Ermahnung, sondern der Grund, warum diese Seite ein Tagesziel hat: Wiederholung wirkt über Abstände, und Abstände braucht es mehrere.
  • Aussprache lernt man nicht hier. Diese Seite erklärt und fragt ab, beides schriftlich. Sprechen und Hören lernt man mit Menschen oder mit Aufnahmen — dafür ist sie kein Ersatz und will keiner sein.
  • Fehler sind der Zweck der Übung, nicht ihr Misserfolg. Was Sie falsch beantworten, kommt morgen wieder; was sitzt, erst in fünf Wochen. Wer nur übt, was er schon kann, kommt nicht voran.

Die ersten sechs Schritte

  1. Ohne essere geht kein einziger Satz. Es ist das häufigste Verb der Sprache, es ist völlig unregelmäßig, und man braucht es, um zu sagen, wer man ist — also im ersten Satz, den man überhaupt sagt.

    Dazu passend: Begrüßung und Höflichkeit — 41 Wörter.

  2. Das zweite Verb, das man am ersten Tag braucht. Es sagt, was man hat — und im Italienischen auch, wie alt man ist, ob man Hunger hat und ob man Angst hat. Wer das mit essere baut, sagt jedes Mal etwas anderes.

    Dazu passend: Person und Familie — 40 Wörter.

  3. Ein Satz Endungen, und damit die Hälfte aller italienischen Verben. Jede der sechs Formen klingt anders, und genau deshalb braucht der Satz kein Subjekt: parlo sagt schon, wer spricht.

    Dazu passend: Die wichtigsten Verben — 59 Wörter.

  4. Der Satz steht ohne io und ohne tu. Wer sie hinschreibt, sagt etwas anderes als er meint — nämlich dass gerade er es ist und nicht jemand anders.

    Dazu passend: Personen und kleine Wörter — 46 Wörter.

  5. Sieben Formen für ein deutsches „der, die, das", und welche steht, entscheidet der erste Buchstabe des nächsten Wortes. Das ist die erste Regel des Italienischen, die man wirklich üben muss.

    Dazu passend: Wohnen und Haushalt — 61 Wörter.

  6. Verneint wird mit einem einzigen Wort, und es steht vor dem Verb. Der Haken kommt danach: Zwei Verneinungen heben sich hier nicht auf, sondern verstärken sich — non ho niente heißt „ich habe nichts".

    Dazu passend: Allerweltswörter — 66 Wörter.

Und danach?

Nach diesen sechs Schritten stehen einfache Sätze in Gegenwart und Vergangenheit, Fragen und die ersten paar hundert Wörter. Das ist der Punkt, an dem sich eine Reihenfolge erübrigt: Von hier aus richtet sich der Weg danach, wofür Sie die Sprache brauchen.

Die 21 Themen der Stufe A1 stehen vollständig auf der A1-Seite; wer lieber gleich übt statt zu lesen, fängt mit der Tagesration an — sie entscheidet selbst, was heute drankommt.

Mit der Tagesration anfangen Alle 21 A1-Themen